Zur Darstellung der Basis des menschlichen Verhaltens reichen vorerst die zwei bzw. vier
Felder der Persönlichkeitsebene (MA-/+ und WP-/+), aus dem II. und IV. Quadrant (Bild 1.3),
aus.
Auf diesen vier Positionen spielt sich die persönliche Psychologie ab.
Hier eine kurze Erläuterung der Felder (genaueres folgt später).
Die Schwierigkeit besteht im Moment darin, dass ein Feld alle anderen drei benötigt, um
wirklich verstanden zu werden, von daher ist auch hier etwas Geduld gefordert. Die Felder
werden allerdings in ein paar Seiten noch wesentlich genauer erklärt. Hier folgt nur ein
kleiner Vorgeschmack:

• Das Weiblich-Passiv-Negative (WP-) Feld: Hier reicht die Liebe und Geduld im
Menschen nicht aus, das, was jetzt ist, freiwillig anzunehmen. Dem Menschen ist es
nur möglich, unter Zwang oder Druck mit dem bestimmenden Männchen
einverstanden zu sein. Wenn er könnte, würde er das herrschende Männchen „stürzen“
bzw. das, was jetzt vorgegeben wird ändern, aber leider geht das aus verschiedenen
Gründen im Moment nicht. Der Mensch auf diesem Feld würde selbst gerne
bestimmen und vorgeben, was sein soll, aber hat nicht die ausreichende Kraft dies
umzusetzen.
Er ist zwar äußerlich ruhig und tut so als ob er aufmerksam und einverstanden ist,
wenngleich er in Wirklichkeit innerlich blockiert!
(In unserem obigen Beispiel könnte der Vater möglicherweise einen wichtigen Termin haben und daher
dem Kind gegenüber ruhig sein, aber innerlich in Unruhe und Hektik geraten, weil er nur noch daran
denken kann, wo er noch Zeit sparen könnte, um noch rechtzeitig zu kommen. Er hört gar nicht wirklich
zu, was sein Sohn erzählt.
Oder ein anderes Beispiel wäre: der Mitarbeiter, der gerade eine Abmahnung bekommen hat, muss
seinen dominierenden Chef trotzdem anerkennen, ob er will oder nicht, da er sonst gekündigt werden
könnte (Zwang), auch wenn er mit der Autorität des Chefs nicht wirklich freiwillig einverstanden ist
und innerlich vielleicht sogar glaubt zu wissen, wie es besser laufen könnte.)
Der Mensch baut auf diesem Feld innere Anspannung auf, welche, je länger und
intensiver die Verweildauer ist, zur Wurzel aller Krankheiten wird.
• Das Männlich-Aktiv-Negative (MA-) Feld: Es ist das Feld des Kampfes und der
Auseinandersetzung der verschiedenen Männchen, die alle gerne das wirklich
dominierende anerkannte Männchen (auf MA+) sein wollen. Die Kampftechniken
sind, je nach Persönlichkeit, extrem unterschiedlich. Hier ist die größte Spielwiese für
das menschliche Ego. Hier kann es sich austoben und die angesammelte Spannung
vom WP- Feld abladen. Daher ist dieses Feld sehr spannungsgeladen! Der Gewinner
aus einem Kampf wandert als der Bestimmer auf das MA+ Feld und der Verlierer
muss zwangsläufig oder freiwillig den Gewinner anerkennen und in eines der
weiblichen Felder auswandern (der gute Verlierer nach WP+ und der schlechte Verlierer nach
WP-). Beispiele hierfür sind alle Auseinandersetzungen und Revierkämpfe, ob friedlich
(Diskussion) oder kriegerisch.
(Beispiel: Der Streit zwischen den beiden Männchen (Vater und Sohn) beginnt, wenn der Vater, der
noch einen wichtigen Termin hat, seinen Sohn in der Erzählung unterbricht, um weiterzukommen und
der Sohn mit weinen, schreien und beschweren reagiert, dass der Vater niiiie Zeit für ihn hätte, der
Vater aber erklärt, wie wichtig der Termin jetzt ist und das, was er erzählen will auch noch heute Abend
gesagt werden kann und er dann ganz bestimmt Zeit haben wird.)
• Das Männlich-Aktiv-Positive (MA+) Feld: Hier regiert das dominierende Männchen
mit der wirklichen Autorität im Frieden. Es herrschen hier keine
Auseinandersetzungen mehr. Der Bestimmer steht fest und sagt, wo es langgeht bzw.
was jetzt ist (für den Augenblick). Die Weibchen erkennen ihn an, ob freiwillig auf
Weiblich Passiv Positiv (WP+) oder unter Zwang auf Weiblich-Passiv Negativ (WP-
), ist vorerst zweitrangig. Hier ist es für das Männchen harmonisch, denn es wird
anerkannt, d.h. es bekommt die Liebe vom Weibchen und darf bestimmen, was
passiert. Allerdings muss das regierende Männchen immer auf der Hut sein, da
Konkurrenten ihn schnell wieder in einen Kampf verwickeln und ihn in das MA- Feld
ziehen können, wo er seine Vorherrschaft verteidigen muss.
Das dominierende Männchen muss keine Person sein, es kann auch ein Geruch, ein
Geräusch, eine Situation, ein Brief, ein Ereignis, ein Essen etc sein. Also etwas, was
das „Jetzt“ bestimmt, womit der Mensch konfrontiert wird und mit seiner weiblichen
Seite annehmen müsste.
Noch ein paar allgemeine Aspekte der Schablone kurz hervorgehoben:
Man muss im Gedächtnis behalten, dass jeder Mensch auf allen Feldern in einem ständigen
Wechsel tanzt. Entscheidend dabei ist nur die prozentuale Häufigkeit seines Aufenthaltes auf
einem Feld.
Hält er sich oft auf dem MA- Feld auf, wird er ein sehr anstrengendes und
spannungsgeladenes Leben mit viel Kampf und Diskussionen führen.
Während das WP+ Feld das schönste, angenehmste und bequemste von allen ist. Hier brauche
ich nur zu lieben und einverstanden zu sein und alles läuft von selbst, allerdings kostet es sehr
viel „Ego“, d.h. ich muss meinen Willen und meine Vorstellung wie es laufen sollte loslassen
können und mich der Welt, dem Schicksal oder GOTT hingeben.
Auf dem WP- Feld dagegen erntet der Mensch viel Frust und Enttäuschung, was auch in
Alkohol und Drogensucht enden kann. Es ist das unangenehmste Feld. Hier ist der Nährboden
für allerlei psychische und dadurch später auch physische Krankheiten. Der Mensch ist oft
unzufrieden und glaubt gleichzeitig, nicht in der Lage zu sein, sich zu wehren. Lieber lästert
er im Hintergrund über die schlechte Situation, in der er sich befindet („es hat doch alles sowieso
keinen Sinn!“).
Auf WP- baut sich innere Spannung auf, die sich normalerweise im Außen über den offenen
Kampf, auf dem MA- Feld, entladen würde. Hier macht sich der Mensch Luft über das, was
ihm nicht passt und versucht für seine Vorstellungen zu kämpfen. Es kann dadurch allerdings
leicht die Gefahr eines negativen Kreislaufs entstehen, der viel Energie, Zeit und
Lebensqualität kostet. Dabei schlagen die Versuche des Menschen immer wieder fehl, sich
gegen ein bestimmtes Männchen im Kampf auf MA- durchzusetzen. Die Konsequenz ist
daraufhin, dass er mit noch mehr Frust wieder nach WP- zurück wandert, wo der innere
Gefühlsstau weitersteigt, bis er nochmals versucht das Männchen „anzugreifen“ und die
Situation zu ändern. Es entsteht eine negative Spirale, die immer mehr Energie bindet!
(Z.B.: der Nachbar lässt laute Musik laufen und man versucht dagegen vorzugehen, schafft es aber nicht, den
Nachbar zu überzeugen die Musik leiser zu stellen und muss sich wieder verärgert und frustriert zurückziehen.
Man wartet dann auf eine Gelegenheit, es dem Nachbar heimzuzahlen und dreht vielleicht ebenfalls die Musik
sehr laut auf, und wenn das auch zu keinem Erfolg führt, wird man seiner Kreativität weiteren Lauf lassen, um
irgendwie gegen den Störenfried auf MA+ vorzugehen ...)
Auf dem MA+ Feld kann immer nur einer Sitzen auf den WP Feldern sowie dem MA- Feld
können viele sitzen.
Menschen, deren Bestreben es ist auf dem MA+ Feld zu sitzen, also die immer gerne
bestimmen möchten, wie etwas zu laufen hat und ihre genauen Vorstellungen von allem
haben, führen nicht selten ein eher einsameres und mühsameres Leben.
Ein Mensch mit vielen wirklichen weiblichen Anteilen (WP+) hingegen hat es viel leichter,
mit anderen eine Beziehung aufzubauen.
Im Endeffekt bestimmt das Weibchen das Männchen. In einem Zweikampf (MA-) zum
Beispiel wird automatisch das Männchen gewinnen, welches die Gunst des Weibchens
bekommt.
Hier zeigt sich wieder die versteckte Harmonie der Dinge:
Nicht wer geliebt werden will ist der Bestimmer, sondern der, der liebt ist der Bestimmer!
Der normale Mensch strebt, getrieben von seinem eingeschränkten Programm (Ego-Wollen),
immer mehr auf das MA+ Feld, anstatt auf das qualitativ höherwertige WP+ Feld, dem Feld
der Liebe und Akzeptanz, abzuzielen.
Die wirkliche Weiblichkeit WP+ wird ganz enorm unterschätzt!
Sie ist das Schlüsselfeld, das ins heilige Zentrum führt!
Es ist das Einverstandensein, die Liebe, das Vertrauen und die Hingabe, welche den Weg zur
inneren Harmonie bilden!
Soweit eine erste sehr oberflächliche Einführung in den „Schöpfungsschlüssel“.