Der Schoepfungsschluessel


Beispiele und Konsequenzen aus der Wertungs- und
Reaktionsachse:
 

 
Schuld und Sünde:
 
„Schuld und Sünde sind nichts ,böses’, sondern eine Notwendigkeit für Wachstum!“
 
Mit diesem Schaubild lässt sich auch leicht verständlich die Sünde (got. sunja = Wahrheit) und
die Schuld des Menschen erklären. 
Alle Einseitigkeiten, die nicht ausgeglichen werden, sind die Sünden, die der Mensch tätigt,
bzw. durch seine programmierte Persönlichkeit tätigen muss! 
Die Schulden dagegen, bestehen in der gegenteiligen Sichtweise, welche er so lange immer
wieder vorgesetzt bekommt (Schicksal/ Karma), bis er auch diese Sichtweise integrieren kann
und damit symbolisch seine Schuld sühnt!
 
Beispiel: Bei einem politisch „links“ ausgerichteten Fanatiker, besteht die Sünde in
seiner einseitigen extremen „linken Sichtweise“ der Politik und gleichzeitig entsteht die
Schuld, symbolisch als die extreme „rechte“ politische Sichtweise. Er kann seine Sünde
erst sühnen, wenn er bereit ist, seine Schuld aufzuarbeiten und auch die andere Seite
anzunehmen. 
In diesem Fall müsste der Linke sich intensiv mit der rechten Sichtweise beschäftigen,
bis er auch diese Seite verstehen kann, was nicht heißt, dass er sie vertreten soll, da
diese ja genauso einseitig ist, wie seine extrem linke Perspektive. Denn nur durch das
Annehmen seiner „Schuld“, gelangt er letztendlich in die Mitte (Synthese), in die Ruhe
und erlangt wirklichen  Seelenfrieden. 
Daher müssen Linke und Rechte immer wieder aufeinandertreffen, um die Gelegenheit
zu bekommen sich gegenseitig auszusühnen! 
Was, wie es scheint, solange sie das Spielchen noch nicht durchschaut haben, mit noch
wenig Erfolg gekrönt ist!

Schuldgefühle:
 
Wenn ein Mensch Schuldgefühle hat, dann betrachtet er seinen eigenen Standpunkt, den er in
seiner persönlichen Vergangenheit eingenommen hat, als falsch oder „nicht richtig“. 
Er glaubt, er hat in seiner Vergangenheit einen Fehler gemacht, falsch gehandelt und bereut
heute seine Handlung, auf dass er es jetzt anders machen würde, wenn er noch mal die
Gelegenheit dazu bekommt. 
Er vertauscht die Standpunkte, bleibt aber in der Einseitigkeit gefangen. Er lehnt jetzt seinen
damaligen Standpunkt ab (neues Feindbild) und vergisst, dass auch dieser seine
Daseinsberechtigung hat und eine Möglichkeit gewesen ist, wie ein Mensch in einer
bestimmten Situation reagieren kann. 
 
Wenn man das Nachfolgende versteht, dann kann man sich selbst und alle anderen Menschen
freisprechen:
 
„Jeder Mensch versucht in Maßsetzung seines aktuellen Wissens und den Grad seines
Bewusstseins, nach bestem Wissen und Gewissen, die für seine Vorstellung beste Handlung
zu vollziehen!“ 
Oder einfacher formuliert: „Jeder Mensch handelt in jedem Augenblick so, wie er glaubt
dass es am bestem für sich und seine Umwelt ist!“
„Daher glaubt auch jeder Mensch, letztendlich, dass er im Prinzip ,gut’ ist! 
Es gibt keinen objektiv bösen Menschen. Es gibt aber viele ,böse’ Menschen, die von
(m)einem Ego so bezeichnet werden, weil sie andere Standpunkte vertreten! 
Ein Mensch wird auch deshalb nicht zu einem objektiv ,bösen’ Menschen, wenn
1.000.000.000 Egos dieser Meinung sind. Es langt immer eine Ausnahme und die gibt es
immer, es ist die Person selbst!“ 
Das ist ein unumstößliches Gesetz, dass jederzeit an jedem Menschen überprüft werden kann! 
Dadurch werden alle Arten von Schuldgefühlen zu Absurditäten degradiert, weil man in der
jeweiligen Situation immer nach damaligem bestem Wissen und Gewissen, den Umständen
entsprechend richtig, gehandelt hat.
 
Die eigenen Schuldgefühle:
Überprüfen Sie bitte selbst, lieber Leser, ob es Gedanken in ihnen gibt, die Schuldgefühle
hervorrufen und ihnen das Gefühl geben, es wäre besser gewesen, dass Sie in bestimmten
Situationen anders gehandelt hätten. 
Suchen Sie sich bitte drei Beispiele aus, ... 
 
 
... wenn Sie so schnell nichts finden, dann herzlichen Glückwunsch. Sie sind mit ihrer
Vergangenheit zumindest auf den ersten Blick zu 100 % einverstanden. ☺
 
... wenn Sie jetzt einige Beispiele gefunden haben, dann werden Sie folgendes feststellen:
o Ihr Schuldgefühl ist immer an ihre persönliche Vergangenheit geknüpft und
kann nicht existieren, wenn Sie voll bewusst nur im Hier und Jetzt leben!
 
o Wenn Sie wieder in der gleichen Situation, mit dem gleichen damaligen Wissen
und der gleichen Reife wären, würden Sie wieder diese Entscheidung treffen, weil
in der Summe aller Umstände, ihnen diese Entscheidung, zum damaligen
Zeitpunkt, als die beste erschienen ist. 
Warum machen Sie sich dann Vorwürfe, wenn Sie sich doch für die beste
aller Entscheidungen entschieden haben? 
 
Weil Sie vergessen haben, dass es die beste aller Entscheidungen war, die Sie
damals treffen konnten, auch  wenn die Konsequenzen daraus anders waren, als
Sie vermutet hatten! Aber woher sollten Sie das wissen? Vielleicht haben Sie es
geahnt, aber als doch eher unwahrscheinlich eingestuft.
Wer weiß schon, wofür es gut war und ist, dass Sie diese Entscheidung getroffen
haben?
 
Aber eines ist sicher: es war und ist GUT!
Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärst verstanden. 
Das Vertrauen in die Schöpfung ermöglicht, das Verstehen in einer vermuteten Zukunft,
schon indirekt jetzt zu erleben und in der Ruhe zu bleiben!  ☺
 
Schuldgefühle sind ein Zeichen, dass man etwas gelernt hat und gewachsen ist und eigentlich
kein Grund traurig oder selbstzerstörerisch zu sein. Man ist wieder einen Schritt weiser und
reifer geworden, weil man einen neuen Standpunkt, im Vergleich zu seinem Alten,
kennengelernt hat. Das dazu führt, dass man in der nächsten ähnlichen Situation nicht noch
mal so handelt. 
Ein Schuldproblem entsteht nur, wenn durch den neuen Standpunkt, der Alte einen
„Feindbildcharakter“ bekommt und jetzt kategorisch als ,falsch’ abgelehnt wird. Denn auch
diese Facette des Lebens will geliebt und als eine Ausdrucksmöglichkeit GOTTES
angenommen werden!
Wenn nicht, landet der Mensch automatisch in einer negativen Schuldschleife, bis er versteht
und sich selbst verzeiht!
„Das Schuldgefühl ist das Zeichen für einen Standpunktwechsel und damit ein Indiz für
geistiges Wachstum!“