Der Schoepfungsschluessel


2. Der Kreislauf: 
 
Wenn man die eigenen Muster und Lebensereignisse durchschauen möchte, muss man
das Entstehen von Kreisläufen erkennen und verstehen können. 
 
Warum passieren einem Menschen immer wieder die selben Situationen mit den
gleichen Personen oder nur mit anderen Gesichtern? 
Wie baut sich so ein Kreislauf auf? 
Wie kann er wieder aufgelöst werden? 
Was soll dem Menschen damit vermittelt werden? 

„Mit etwas nicht einverstanden sein!“ 
Dieser Impuls ist der Beginn eines jeden negativen Kreislaufes! 
Mit dieser Motivation katapultiert man sich aus der Ruheposition (WP+ oder dem
Zentrum) in das WP- Feld und ist beleidigt oder geht gleich ins MA- Feld und kämpft,
mit dem Eindringling, der auf MA+ platzgenommen hat (mit dem neuen dominanten
Männchen auf MA+, also das, was gerade ist,  ist die Persönlichkeit ja momentan nicht einverstanden!).
Verliert man den Kampf, wird man ins WP- Feld zurück gedrängt und kann von
hieraus grummelnd warten und scheinbar einverstanden spielen, bis die nächste
Gelegenheit auftaucht, „den Rivalen“ wieder anzugreifen, dadurch fängt das Spiel von
vorne an bis man gewonnen hat (oder versteht und ins WP+ Feld wechselt). 
Mit jeder neuen Runde in einem negativen Kreislauf allerdings wird mehr Energie
gebunden und verbraucht. Es wird daher immer anstrengender und stressiger, je länger
der Kreislauf dauert und je intensiver er ist!
 
Hat man den Kampf schließlich gewonnen, dann versucht man sich vor einem
erneuten Angriff zu schützen (Prävention, Vorsorge, sonst. Verteidigungsmaßnahmen vor
wiederholtem Eindringen des verdrängten Rivalen. Dadurch wird wiederum ein hoher Energieaufwand
benötigt), und da dieses Phänomen (Rivale) noch nicht im WP+ Feld geliebt, sondern
nur bekämpft worden ist, wird es erst mal in das WP- Feld verdrängt, von wo es früher
oder später wieder auftaucht und das Spiel geht von vorne los, solange bis es
verstanden bzw. erliebt wird.  

Annahme / Akzeptanz der Krankheit erfolgt, mit der gleichzeitig die Angst
verschwindet. Auch eine Krankheit will anerkannt werden! Erst dadurch kann sie
sich auflösen!)
 
  „In etwas zu sehr verliebt zu sein!“
Es gibt ebenfalls parallel noch einen positiven Kreislauf, der zwar angenehmer ist,
jedoch den Menschen in seiner Entwicklung ähnlich wie der negative Zyklus auf der
Stelle treten lässt.
Der positive Kreislauf hängt immer mit einer einseitig euphorischen Bewertung (WP+
Feld) eines Männchens (MA+ Feld) zusammen. Hier wird die Energie hauptsächlich
genutzt, um immer wieder nur ein bestimmtes Männchen zu fördern und anzuerkennen
(doch dazu später mehr!).
 
 
Fazit:
Zwischen WP- und MA-/ MA+ findet ein negativer Kreislauf statt, ein sich ständig
im Kreis drehen (mythologisch ist es der Oroboros = Schlange, die sich in den eigenen Schwanz
beißt).
 
Zwischen WP+ und MA+ findet Synergie und spiralige Entwicklung zum Höheren
statt oder, wenn das Weibchen zu sehr festhält, entsteht ein positiver und bindender
Kreislauf!
 
Beide Kreisläufe existieren immer gleichzeitig, da die eine Seite „annehmen“, die
andere Seite „ablehnen“ bedeutet. Der Grund liegt in der Polarität aller
Erscheinungen.
 
 
2a. Märchenbeispiel: „Frau Holle“:
 
Das Märchen „Frau Holle“ ist ein schönes Beispiel für die symbolische Darstellung
des negativen Kreislaufes und der positiven spiraligen Entwicklung! 
 
Die „Goldmarie“ erlebt die positive spiralige Entwicklung, sie tut umsonst, das, was
jetzt gerade ansteht (Brot backen, Apfelbaum schütteln, der Frau Holle dienen, etc.), ohne
Hintergedanken, oder daran festzuhalten. Sie nimmt alle Männchen (Ofen, Baum, Frau
Holle) liebevoll so an wie sie sind und schafft somit Synergie auf ihrer Reise in der
Unterwelt (sie ist ja symbolisch durch den Brunnen gefallen ☺). Am Ende wird sie mit dem
Goldregen (= symbolische Erleuchtung) belohnt!
 
Die „Pechmarie“ erlebt den negativen Kreislauf oder negative Spirale. Sie tut auf
ihrer Reise alles nur aus Berechnung, denn sie zielt nur auf die Belohnung ab. Mit
allen Männchen, die sie trifft, steht sie in Konkurrenz. Sie weigert sich sie
anzunehmen und sie liebevoll zu akzeptieren. 
Es entsteht keine Synergie, sondern nur „schwarzer Frust“, weil die erwartete
Belohnung ausbleibt. Das Pech klebt an ihr und symbolisiert den Kreislauf, aus dem
sie erst erlöst wird, wenn sie Liebe geworden ist!
Von daher könnte man die „Pechmarie“ auch „Selbst-Schuld-Marie“ nennen ☺.