Der Schoepfungsschluessel


23. Die magischen Zauberformeln:

 
Die magischen Zauberformeln, die wirkliche Wunder bewirken können:
 
„Ärgere dich nicht, dass du es tun musst ( WP-) ,
  freue dich lieber, dass du es tun darfst (WP+)!“ ☺
 
„Ärgere dich nicht, dass du etwas Altes loslassen musst ( WP-),
sondern freue dich lieber, dass du etwas Neues bekommst ( WP+)!“
 
 

 
Die Geschichte vom Apfelbäumchen:
 
Ein junger trauriger Mensch, namens Saladin, besuchte eines Tages seinen weisen Großvater,
Alwin, um ihn um Rat zu fragen. „Vater, meine Ziele sind so schwer zu erreichen. Ich
bemühe mich schon jeden Tag, aber irgendwie geht nichts vorwärts! Was soll ich machen, ich
weiß nicht mehr, was ich noch alles tun soll?“
Der Großvater lächelte ihn an und begann, in seiner ruhigen, weisen Stimme, ihm folgende
Geschichte zu erzählen:
 
„Es ist die Geschichte vom Apfelbäumchen. Es war einmal ein Mensch, der sich in seinem
Garten einsam fühlte und beschloss, sich beim Gärtner ein Apfelbäumchen zu kaufen und ihn
in seinen Garten anzupflanzen. 
Der Mann war schon ganz begierig auf die Früchte des Apfelbäumchens, weil er hörte, dass
die Bäume im eigenen Garten die schönsten und gesündesten Früchte hervorbringen, die ein
Mensch bekommen kann. 
So lief er jeden Tag in den Garten und schaute, ob denn schon Früchte am Baum hängen
würden, die er essen konnte und die ihn in seiner Gesundheit stärken würden. 
Zuerst stellte er fest, dass der Baum Blüten trug, so dass er sich beim Gärtner beschwerte,
denn er hatte ja einen Fruchtbaum kaufen wollen und keinen Blütenbaum. Doch der Gärtner
versicherte ihm, dass nach der Blüte die Frucht erscheinen würde, und dass alles ganz in
seinem Sinne ablaufen würde. Nun gut, dachte sich der Mann und wartete jeden Tag, dass
endlich die Frucht kommen würde. 
Als er schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte, zeigten sich plötzlich kleine grüne
Früchtchen am Baum und die Freude war groß bei dem Mann, denn er wartete ja schon
sehnsüchtig auf die Köstlichkeiten aus seinem Garten! 
Die Früchte waren zwar noch klein und grün, aber egal, er musste unbedingt schon probieren.
Seine Ungeduld trieb ihn dazu. Er kostete von der Frucht und verzog im nächsten Moment
das Gesicht: „Viel zu Sauer, zu hart und zu bitter ist die Frucht!“ beschwerte er sich und warf
den Apfel weg. Er schimpfte mit dem Baum, warum er wohl so saure Früchte tragen würde.
Hätte er ihn nicht immer gut behandelt? 
Am nächste Tag kam der Mann wieder, nahm abermals einen grünen Apfel und aß ihn.
Wieder verzog es ihm das Gesicht und er warf ihn aus seinem Garten. „Auch der schmeckt
nicht!“ schrie er aufgeregt. 
In den nächsten zwei Wochen probierte er jeden Tag die Früchte des kleinen Apfelbäumchens
und immer wieder hatte er den selben sauren, ungenießbaren Geschmack in seinem Mund. 
Er verdammte am Ende das Apfelbäumchen und schwor sich „Nie wieder will ich dich
beachten, oder überhaupt ein Apfelbäumchen pflanzen, da du doch sowieso nur saure
ungenießbare und ungesunde Früchte hervorbringst!“ Und tatsächlich, der Mann war so
verbittert, dass er seinen Apfelbaum nicht mehr anschaute. So konnte die letzte Frucht an dem
kleinen Bäumchen reifen, denn sie hatte der Mann übersehen und zu einem wundervoll
schmeckenden großen Apfel heranwachsen. Und als die Zeit gekommen war wollte das
Bäumchen diesen Apfel dem Mann zum Geschenk machen. Es wartete, bis er in den Garten
kam, als es den Apfel fallen lies und hoffte, er würde es bemerken, doch leider wollte der
Mann weder von ihm noch von eigenen Äpfeln je wieder etwas wissen ... und so verfaulte
der schöne Schatz am Boden des Baumes!“
 
„Was sagst du zu dem Mann, mein Sohn?“ fragte der Großvater. 
„Der Mann ist ein Dummkopf! Er weiß nicht, dass alles seine Zeit braucht, um zu reifen und
wenn die Zeit gekommen ist, fast alles wie von alleine passiert. Geduld, Ruhe und Liebe
wären die Schlüssel gewesen, die ihm zu seinen schönen gesunden Früchten geführt hätten,
aber stattdessen hat er sich von seiner Dummheit und seiner Ungeduld verführen lassen!“
„Richtig mein Sohn!“ lächelte Alwin, „jetzt hast du dir selbst die Antworten auf deine
anfänglichen Fragen gegeben!“