Der Schoepfungsschluessel


Die Persönlichkeit:

 
Die Persönlichkeit ist, von einer höheren Stufe aus betrachtet, perfekt so wie sie ist,
sie kann aber nie absolut perfekt (vollkommen) werden, denn sonst wäre sie keine
Persönlichkeit mehr, sondern GOTT! 
 
Jeder Charakter ist „sehr gut“, denn er ist von GOTT perfekt geschaffen, mit all dem
Mangel1, den er als Aufgabe in seinem Leben mitbekommen hat! 
Wenn der Mensch all seinen Mangel durch das „Lieben der Gegensätze“ erlöst bzw.
erliebt hat, dann ist er keine Persönlichkeit mehr (er hat höchstens noch eine☺), sondern er
sitzt im Zentrum an der Seite GOTTES!“ 
 
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 Mangel (= lat. egeo Ego) und bedeutet symbolisch alle einseitigen Standpunkte (ob einen
Bildkomplex nur annehmend WP+ oder nur ablehnend WP-), die der Mensch aufgrund seines
Charakters noch unerlöst in sich trägt und bei denen es noch an der Vereinigung mit der
Gegenseite mangelt! 
Das Ego kommt besonders dann zum Vorschein, wenn die zwei Zwillinge, der „Ich-Will-
Wahn“ und der „Ich-Will-Nicht-Wahn“ vom Menschen besitz ergreifen. ☺
 
 
Jede Persönlichkeit ist ein Standpunkt von GOTT! 
Die Synthese aller möglichen Standpunkte und noch mehr ist GOTT-
SELBST!
 
 
Der Charakter/ Persönlichkeit (Ego) wird durch seine Einseitigkeiten definiert!
(siehe Bild 2.8)
 
Erst die einseitigen Standpunkte, Meinungen und Sichtweisen eines Menschen
machen seine Individualität bzw. seine Persönlichkeit aus. 
Hätte er keine einseitigen Ausschläge aus dem Zentrum, wäre er GOTT ☺ und würde
alles verstehen und mit allem einverstanden sein! 
Wären alle Persönlichkeiten GOTT, dann wäre es wiederum ziemlich einseitig. ☺  
GOTT braucht den Menschen bzw. die Persönlichkeiten, da sie ihm durch ihre
Einseitigkeit, seine eigene Vielseitigkeit spiegeln. 
Das Eine kann nur im Hintergrund des Anderen (des Vielen) erkannt werden! 
 
Da sich das Ego bzw. die Persönlichkeit nur über die einseitigen Sichtweisen zu den
einzelnen Bildkomplexen definiert, ist es verständlich, dass sie so heftig gegen ihre
Feinde wettert, hetzt und kämpft (WP- und MA-), weil nur dadurch ihre weitere Existenz
gesichert ist. Mit jedem Feindbild (gegenüberliegender punktgespiegelter Standpunkt, siehe
Bild 2.7 Seite 229), welches der Mensch annimmt, opfert er einen Teil seines Egos
(seinen einseitigen Standpunkt) und wächst ein Stückchen weiter in die heilige Mitte
hinein. Er erliebt dadurch beide einseitigen Standpunkte. Gleichzeitig entsteht
weniger Reibung im Lebensfluss und die gebundene Energie wird befreit.
 
Der Verslust des Egos, ist der Gewinn des Menschen!
 
Das Ego will leben! Und es lebt nur über die Einseitigkeiten des Menschen, da diese
die Persönlichkeit ausmachen. Keine Einseitigkeiten mehr, kein Ego mehr! 
Mit jedem Feindbild, was der Mensch annimmt, kommt er GOTT näher, wird er selbst
zu GOTT und gleichzeitig löst sich das Ego immer mehr auf. (siehe Bild 2.8)
 
Das Ego ist letztendlich nur ein Produkt der Einschränkung und damit eine
Illusion! Ein Komplex aus einseitigen Reaktionen auf Bilder. 
Es existiert nur aufgrund des Persönlichen Programms!
Je mehr der Mensch „den Weg der Liebe“ geht, desto mehr löst sich das Ego
unbemerkt Schritt für Schritt auf! 
„ich“ (= Ego) muss klein werden, damit „ICH“ (= erwachter Beobachter) bzw. „JCH“
(= Mensch nach GOTTES Ebenbild = Jesus CHistus jeder Mensch ist symbolisch Jesus Christus )
wachsen kann! 
  
 
Bei dem „Liebe deine Feinde“ benimmt sich das Ego wie ein Ertrinkender, der
um sein Überleben fürchtet, wenn er untergeht. Er schreit um Hilfe. 
Das Ego reagiert mit Aggression gegen seine Feinde, damit keine Vereinigung
zwischen den beiden gegensätzlichen Standpunkten stattfinden kann, denn dadurch
verliert das wilde Tier (Ego) ja immer mehr an Existenz!  
 
Das Ego will leben und ohne einseitige Standpunkte und Meinungen gibt es keine
Egoentfaltung mehr!
Gleichzeitig ist die heftige Reaktion des Ego-Programms auch ein Alarmsignal für den
Beobachter im Menschen, welches ihn aufwecken kann, um das, wogegen das Ego
rebelliert, doch noch einmal genauer zu betrachten und vielleicht anzunehmen, wider
der Vorstellung seines Egos! 
Dazu muss sich der Mensch aber seiner Mechanismen bewusst sein (Beobachter MP+)
und den Mut, die Kraft und die Liebesfähigkeit haben, diese auch zu überwinden.
 
Der Mensch muss erwachen und die Spaltung zwischen der Persönlichkeit und
ihren Feindbildern überbrücken, um somit die polare Welt (in der Synthese) im
eigenen Geist zu erlösen!
(Anmerk. d. Verf.: das hört sich jetzt wilder und komplizierter an, als es ist.) ☺
 
GOTT hat das Ego als eine Illusion erschaffen, um auf einer Stufe unterhalb, einen
imaginären polaren Gegenpol zu sich selbst zu haben. 
Das Ego nimmt hier die Position des „wilden Tieres“, „des Trennenden, des Teufels,
des Satans, etc.“ an. 
Es besteht aus seinem Persönlichen Programm und dem Grundprogramm (Grundglauben
z.B. Materialismus die Welt ist außerhalb von mir und getrennt von mir). ☺
 
Satan oder das trennende Prinzip:
 
Symbolisch stellt „Satan oder der Teufel“ die trennende, abgrenzende, isolierende und
formwerdende Kraft dar. Sie ist der polare Gegenspieler zur liebenden, verbindenden
und vereinigenden Kraft.
Das Satanische im Menschen ist der innere Widerstand, die Informationen, also das,
was jetzt ist, zu lieben und anzunehmen. Es ist die Kraft, die kämpft und verdammt.
Durch sie hat der Mensch die Möglichkeit zu glauben, dass er getrennt von seiner
Umwelt lebt und für sein Recht kämpfen und sein Revier verteidigen muss!
 
Der Grundglauben „Materialismus“, der dem Menschen zu fast allen Bildern die
Grundinformation „getrennt-außen“ liefert, ist die Wurzel dieser diabolischen Kraft.
 

Daraus resultiert, die starke Gewichtung des Egos für den Menschen (Basis des Egos ist
das Denken in „getrennt-außen“!) und das „ums eigenen Überleben kämpfen müssen“.
Der Mensch verwechselt sein wirkliches Selbst (ICH) mit der Persönlichkeit, dem
„ich“ (Ego) und beurteilt und bewertet die Welt durch diese Persönlichkeitsbrille (PP). 
 
Das, was für sein Ego „gut“ erscheint, wird er annehmen und das, was seinem Ego
„schlecht/ böse“ erscheint, wird er kategorisch ablehnen (es geht ja in der Regel um das
Überleben des Egos und das bedeutet für den schlafenden Menschen, es geht um seine eigene
Existenz!). 
Das Ego will immer nur die guten Früchte „des Baumes der Meinung/Erkenntnis über
gut und böse“ essen (im hebräischen Original heißt es: erw bwj tedh Ueh)! Daher warten die
„bösen“ Früchte als „Schicksalsmasse“ auf WP- und zwingen den Menschen dadurch
immer wieder in negative Kreisläufe hinein (Samsara). 
 
Das Spiel geht so lange, bis auch alle scheinbar „schlechten / bösen“ Früchte gegessen
(erliebt) wurden und das Ego sich, durch das „liebe deine Feinde“, Schritt für Schritt
selbst auf dem Altar im Zentrum geopfert hat.
 
 Das satanische Prinzip ist die trennende und nach außen, in die Formenwelt
ziehende Kraft im Leben des Menschen. 
Die Basis dieses Glaubens ist der Materialismus, der das Ego des Menschen in
jedem Augenblick versucht, zu unterstützen, indem es ihm die Grundinformation
von ,ich bin ein getrenntes Wesen in einer fremden äußeren Welt und muss um mein
bestmögliches Überleben kämpfen’ gibt!
 
 
Der Sinn des Egos: 
 
Durch die Einseitigkeiten der Persönlichkeiten kann der Mensch die
Vielseitigkeit GOTTES erfahren. Das Ego entpuppt sich auf der einen Seite als
Gegenspieler des Mensch auf dem Weg zurück zu GOTT, aber auf der anderen Seite
ist es auch der Wegbegleiter, durch den der Mensch überhaupt erst erwachen kann und
der das Spiel des Lebens interessant macht! 
 
Das Ego ist das Salz (= Symbol für die getrennte Vielheit der Materie) in der Suppe (Symbol für
die Einheit)! Geschmack bekommt das Ganze dann, wenn sich das Salz in der Suppe
aufgelöst hat. Beides getrennt voneinander schmeckt weniger! ☺
 
 
Emotionen als Anzeichen für eine Egoentzündung: 
 
Je stärker und heftiger die Emotion (= etymologisch: ex-moveo „aus... heraus bewegen“/ „vom
Zentrum weg bewegen“,  lat. emoveo = hinausschaffen, entfernen, ausrenken, erschüttern), desto
weiter weg vom Zentrum befindet sich der Ausschlag (positiv oder negativ) bezüglich
eines Bildkomplexes (= Bild + alles Wissen über das Bild und die Umstände) und desto mehr
Liebesenergie muss im Menschen vorhanden sein, um den anderen extremen Pol
trotzdem anzunehmen! 
Dies ist unablässig, um wieder in die Harmonie, sprich ins Zentrum zu kommen!
Je stärker der Ausschlag, desto einseitiger ist das Wissen über das Bild (z.B. Hitler /
Gandhi)!
Emotionen sind ein Hinweis auf eine einseitige Meinung! 
 
Auch hier hat der Mensch die Wahl: entweder versuche ich mich auszugleichen und
die Gegenseite anzunehmen (WP+), oder ich kämpfe (MA-), bis nur noch meine
Meinung zählt (MA+)! 
Wichtig ist vielleicht noch zu erwähnen: Emotionen sind nichts schlechtes, oder
etwas, was man nicht haben sollte! Sie bringen Farbe in das Leben und jeder darf
selbstverständlich auf seine Art glücklich sein. ☺
 
Verluste annehmen:
Es gilt immer: je extremer der Ausschlag, desto mehr Energie (Synergie) wird
gebunden! 
Löst sich jetzt etwas auf, zu dem der Mensch eine sehr starke emotionale Bindung hat
(wie z.B. Todesfall, Verlust von etwas für ihn Wertvollem, etc.), dann hat er die Chance, durch
den Verlust wieder in die Mitte zu kommen. Vorausgesetzt er schafft es, mit dem
Verlust freiwillig einverstanden zu sein (sonst entsteht jedes mal eine negative Schleife, die
ihn fesselt beim Gedanken an „den Verlust der geliebten Sache/ Person!“). Dies wird um so
schwieriger, je weiter der Ausschlag vom Zentrum weg ist.
 
(Anmerk. d. Verf.: Erschwert wird dies noch durch das Phänomen, dass nach dem Tod oder
Verlust einer Persönlichkeit, nur ihre positiven Seiten betrachtet werden, weil man alle negativen
Umstände automatisch einfach ignoriert oder verdrängt. Man sagt, „das sei pietätlos und gehört
sich nicht!“ 
Die z.B. neu gewonnene Freiheit wird bewusst verdrängt, um nicht den Eindruck bei den anderen
zu erwecken, man hätte die Persönlichkeit nicht geliebt.)
 
Ist der Mensch allerdings einverstanden mit dem Verlust und gibt sich hin, dann
kann die neu gewonnene freigesetzte Energie von der göttlichen Schöpfung
genutzt werden, um etwas noch schöneres und neues dem Menschen zu schenken. 
Die Schöpfung von GOTT ist so angelegt (programmiert), dass sie immer
harmonischer wird, je mehr der Mensch Liebe wird! 
 
Symbolisch: erst muss die Hand frei sein und losgelassen haben, von dem was sie
vorher festhalten wollte, damit GOTT etwas neues und noch schöneres hineinlegen
kann ☺!
 
Ist der Mensch allerdings nicht einverstanden mit dem Verlust, dann bleibt die Energie
im negativen Kreislauf gebunden, d.h. er leidet, so lange er nicht wirklich
einverstanden ist. Somit kann auch schöneres und neues wahrhaftig nur schwer in sein
Leben treten, denn er wird es vor lauter Trauer kaum bemerken!
 
Die Erkenntnis, dass nichts verloren gehen kann, weil alles immer in GOTT ist, und
sich lediglich in einem ständigen Wandel befindet, welchen man „Leben“ nennt,
hilft auch größere Verluste aus Liebe loszulassen.