Der Schoepfungsschluessel


7. Feinde und Feindbilder:

 
 
a. Feinde:
 
Der offene, ehrliche, sich bekennende Feind steht im MA- Feld. Hier weiß man wie
man beim anderen dran ist und wo die Probleme sind! Er tritt offen zutage und man
kann sich mit ihm auseinandersetzen.
 
Der versteckte, unehrliche, heimliche Feind (als Weibchen im Heim versteckt) sitzt im WP-
Feld. Ihn erkennt man nicht, man kann nur intuitiv vermuten, wo das Problem ist. 
Er ist ein Pulverfass, bei dem die Lunte bereits brennt und das irgendwann hochgehen
wird, wenn man es nicht vorher bemerkt. 
 
 
 
b. Feindbilder: 
 
„Der Grad der Heiligkeit eines Menschen zeigt sich nicht in seinem Wissen oder in
seinen Fähigkeiten, sondern in der geringen Anzahl seiner Feindbilder!“
 
 
Feindbilder tauchen im MA+ Feld auf und werden fast automatisch bekämpf (MA-).
Würde der Mensch jetzt statt zu kämpfen in der Ruhe und dem Einverstanden bleiben
(WP+), würde sich automatisch eine Harmonie bzw. eine Synergie zwischen ihm und
dem Feindbild ergeben, was eine neue angenehme Entwicklung mit sich bringt. 
(„Liebe deine Feinde! Ein echt guter Tipp! ☺)
 
Wenn das Feindbild im MA- Feld bekämpft und scheinbar besiegt wird, dann muss es
sich auf das WP- Feld zurückziehen und warten, bis sich eine neue Gelegenheit ergibt,
um wieder von neuem im MA Feld anzuklopfen (bzw. „die Tür einzutreten“), um
endlich angenommen und geliebt zu werden (auf WP+). 
Es entsteht der Bumerang-Effekt, bzw. Jojo-Effekt oder das Kreislaufprinzip.
 
Die Schöpfung ist ein geschlossenes System, was dazu führt, dass glücklicherweise
kein Bild (oder Feindbild) verloren geht. ☺ 
Jedes Puzzlestück wird für das „Große Gesamtwerk“ gebraucht und muss irgendwann
angelegt (geliebt) werden, damit der Mensch seine „Aufgabe im Zeichen der
Verbindung der Gegensätze, sprich der Liebe“ erfüllen kann. 
 

Das Feindbild wird sich erst auflösen, wenn es „weggeliebt wird“ und sich in Synergie
(WP+ und MA+) auflöst, oder wenn das Feindbild in das WP+ Feld geschickt wird. 
 
(z.B. „Ich bin der Träumer dieses (Feind-)Bildes! Und ich träume mir meine Welt schon so, wie es
MIR passt!“ In diesem Fall kann der Träumer vom Geträumten als alleinige Autorität anerkannt
werden und das (Feind)Bild wandert unverzüglich auf die weibliche Seite und Synergie kann
entstehen!)  Aber das soll hier nur nebenbei erwähnt werden und wird später etwas ausführlicher
behandelt!
 
WICHTIG!!!:  Versteht man nur intellektuell, das man einfach einverstanden sein 
Muss, damit dann das lästige Feindbild verschwindet, so läuft man
Gefahr, sich selbst zu täuschen und so zu tun als ob man das
Feindbild akzeptiert. 
Man verweist sich mit diesem Denken selbst direkt auf WP- und
wartet nun äußerlich ruhig, aber innerlich ungeduldig ab, bis das
Feindbild endlich verschwunden ist. 
Jedoch umsonst der Hoffnung, da das nur oberflächliche
Einverstandensein dem Menschen lediglich als eine neue Waffe im
Kampf gegen das Feindbild dient. 
Man befindet sich eigentlich unbewusster Weise noch im MA- Feld
und versucht das „Einverstandensein“ als Waffe im Kampf zu
verwenden. 
Man pendelt von WP- zu MA- hin und her, ständig auf der Suche
nach neuer Munition, bis der Kreislauf durch wirkliche Annahme des
herrschenden Männchens, oder durch das Gewinnen des Kampfes
durchbrochen wird! 
 
Eine gefährliche Folge dieser Selbsttäuschung ist, dass man leicht an
seinem eigenen Kaufmannsdenken verzweifeln kann und das
„Prinzip der Liebe als Auflösung“ verstößt, da man ja in der Illusion
gelebt hat, das Feindbild doch angenommen zu haben 
(„Ich bin doch einverstanden gewesen und trotzdem hat es nichts genützt. Es ist
immer noch da! Was soll ich denn jetzt noch machen? Das funktioniert doch alles
nicht“).
 
Eine Zwischenlösung wäre hier sich der Selbstlüge bewusst zu
werden und sich so lang und bewusst zu beobachten, wie immer
wieder der Kreislauf greift, bis man selber die Nase voll hat, dieses
Spielchen zu spielen und sich langsam „seinem Schicksal - von Gott
gewollt“ hingibt und damit wahrhaftig ins WP+ Feld eintritt. 
 
Was kann alles ein Feindbild sein? 
Alles, wie z.B. Pünktlichkeit, Unpünktlichkeit, Lärm, Ruhe, Krieg, Frieden,
Krankheit, Gesundheit, Liebesfilme, Horrorfilme, usw. 
Dem Menschen sind keine Grenzen gesetzt.  Man kann nahezu alles ablehnen, je nach
dem vorprogrammierten Charakter, den ein Mensch bekommen hat.
 
  Ein Feindbild ist ein noch unerlöster bzw. noch nicht aufgelöster Gedanke! ☺
 
 
 
Hinweis an dieser Stelle: Ein Feindbild spiegelt sich durch die innere Ablehnung des
Menschen wieder (WP-). Fürs erste langt es grundsätzlich aus, zu wissen, dass alles
seinen Sinn hat und seinen Platz in der Schöpfung besitzt. Nichts ist unnütz. 
Was nicht heißt, dass man jede gedankliche Alternative für seine Persönlichkeit als
stimmig betrachten muss.