[Anmerk. d. Verf.: hier wird GOTT der Einfachheit halber als eine dritte Person beschrieben. GOTT ist aber
undenkbar, unpersönlich und persönlich gleichzeitig! Ich entscheide mich hier für eine persönlichere,
väterliche Anrede. Aber das bleibt jedem letztendlich selbst überlassen! (Siehe auch Seite 170)]
GOTT ist immer ALLES.
In ihm fallen alles Gute wie alles Böse in einer höheren Synthese von „SEHR GUT“
zusammen!
GOTT muss immer alle Sichtweisen verstehen und sein, weil er GOTT IST!
Er sieht alle unendlichen Standpunkte vom Zentrum (in sich selbst) gleichzeitig und
versteht den Menschen und seine Beweggründe ( jeder Mensch versucht ja in Maßsetzung
seines Weltbildes und aller ihm zur Verfügung stehenden Informationen, „das Beste zu tun“, was immer das
auch aus seiner Sicht bedeutet), daher verurteilt GOTT den Menschen nicht für das, was er
tut, oder wie er ist! Er kann es gar nicht, weil GOTT den Menschen vollkommen
versteht!
Es ist daher aus der Sicht GOTTES weder strafen noch verurteilen nötig!
„Strafen“ und „Verurteilen“ entstehen immer aus einer einseitigen Sichtweise
heraus!
Da GOTT alles ist, versteht er alles, alle Teile des Puzzles sind immer in GOTT
verbunden, daher ist GOTT unendliche Liebe. Somit kann er nicht strafen, verurteilen,
oder sonst irgendwie einseitig sein!
GOTT sitzt im Zentrum aller Zentren, auf der höchsten Spitze des Berges, sieht, versteht
und IST alles!
GOTT ist absolutes VERSTEHEN!
Der tierische Mensch aber kann verurteilen und strafen, indem er einseitig wird und gegen
die andere Seite der Polarität kämpft! Die Persönlichkeit kann zum Beispiel sinnbildlich
den Standpunkt „links außen“ einnehmen, dadurch wird sie den extremen Gegenpol
„rechts innen“ stark ablehnen. Für sie wäre es eine große Strafe ein „extrem innerer
Rechter“ zu sein, so denken zu müssen. Davor hat der Mensch dann Angst.
Aber genau das fehlt ihm, um in die Mitte, ins heilige Zentrum, zu kommen. Daher
muss seine Welt ihm immer wieder die andere Polarität zeigen, damit er erneut die
Chance bekommt, sich zu vervollständigen, heilig zu werden, um ein Stück mehr ein
Ebenbild GOTTES zu werden.
Die Welt ist so programmiert, dass der Mensch zu seiner GÖTTLICHKEIT
findet, egal welchen Weg er geht und im Grunde auch egal wie lange es
dauert!
Der Mensch bestraft sich mit seiner Einseitigkeit daher immer selbst. Je mehr der
Mensch Liebe und Verstehen werden würde, desto weniger würde es Strafen und
Verurteilungen geben.
Jeder Mensch bestimmt den Grad der Strafe in seiner Welt immer selbst (bzw. sein
Persönliches Programm bestimmt dies für ihn).
Er straft sich, durch seine extreme Einseitigkeit in der Betrachtung der Bilder
(Informationen), immer selbst, indem er Angst vor der anderen Seite hat. Und genau
diese, ihm Angst bereitende andere Seite, wird ihm in seiner Welt (seinem Spiegel)
gegenüber immer wieder vorgegeben, damit er sich letztendlich wieder ausgleichen kann!
Und je mehr er sich weigert, die andere Seite zu verstehen (WP-), desto wahrscheinlicher
wird das direkte Erleben der Gegenseite am eigenen Leib.
Im Buddhismus erklärt ein Gleichnis das Prinzip der Strafe anhand von vier Pferdetypen.
Gleichnis der vier Pferde im Buddhismus:
Buddha vergleicht die Menschen mit vier Typen von Pferden!
Dem ersten Pferd muss man nur leise ins Ohr flüstern und es fängt schon an,
sich zu bewegen.
Dies ist der Mensch, der vom Leid (= die ungeliebte Gegenseite) nur hören muss und er
beginnt zu suchen (= die Gegenseite verstehen und annehmen). Er ist der reife Mensch, denn,
obwohl noch nichts vom Leid zu sehen ist, spürt er den inneren Ruf, verlässt sein
Heim (= seinen Standpunkt) und zieht hinaus, um vollständig zu werden!
Mit dem zweiten Pferd muss man etwas lauter reden und ihm einen deutlichen
Befehl geben, damit es losreitet.
Dies ist der Mensch, der das Leid in der Ferne sehen darf und danach erst beginnt, zu
suchen. Er ist der einsichtige Mensch, denn, auch wenn das Leid noch weit entfernt ist,
zieht er schon in die Fremde (= Gegenseite).
Dem dritten Pferd muss man mit der Peitsche drohen und laut schimpfen, damit
es sich bewegt.
Dies ist der Mensch, der das Leid in seiner näheren Umgebung sehen darf und erst
daraufhin zu suchen anfängt. Er ist der rechtzeitige Mensch, denn, wenn das Leid auch
schon in sein nahes Umfeld gelangt ist, zieht er gerade noch zur rechten Zeit hinaus.
Dem vierten Pferd muss man mit der Peitsche und den Sporen Schmerz
zufügen, damit es sich in Bewegung setzt.
Diese ist der Mensch, der das Leid am eigenen Leib erfahren muss, bis er anfängt zu
suchen. Er ist der dumme Mensch, der all die Zeichen aus Bequemlichkeit und
Unwissenheit nicht gesehen hat, oder nicht sehen wollte. Er wird hinausgeprügelt aus
seinem Heim (= dem einseitigen Standpunkt), um in der Fremde zu finden (= sich mit der
ablehnenden Gegenseite auszusühnen), was ihn vollständig macht!
(Der vierte Zustand ist z.B. der Mensch im Kampf und in der Diskussion auf MA-, oder der Angst und
dem Schmerz auf WP-).
Seine eigene Unflexibilität, auch die Gegenseite anzuerkennen, nennt der Mensch
dann die Strafe GOTTES oder den Schicksalsschlag.
Der Mensch bestimmt indirekt selbst über sein Schicksal:
Je mehr (Feind)Bilder er liebt, mit ihnen einverstanden ist und sie annimmt (WP+),
desto weniger Schicksalsmasse auf WP- baut sich auf!
Schuld und Sünde:
Hier wird wieder die Sünde (got. sunja = Wahrheit) und die Schuld des Menschen deutlich.
Alle Einseitigkeiten, die nicht ausgeglichen werden, sind die Sünden und die Schulden
sind die Gegenseiten, welche er immer wieder vorgesetzt bekommt (WP- Schicksal/
Karma), bis er beide Seiten der Polarität als gleichgütig akzeptiert (wenn auch nur als wertfreier
Beobachter im MP+ Feld).