Der Schoepfungsschluessel


14. Was ist das?

 
Jeder kann es!
Es ist ganz einfach!
Man braucht keine Kraftanstrengung dazu!
Man braucht kein spezielles Wissen oder besondere Fähigkeiten dazu!
Es kostet keine Energie!
Es macht frei und entspannt!
Kinder können es besser als Erwachsene!
Es ist einer von zwei Schlüsseln zum Glück! ...
 
... Loslassen:
 
„Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach!“
 
Lautet das landläufige Sprichwort für Menschen, die lieber auf
Nummer sicher gehen wollen, anstatt etwas zu riskieren.
Symbolisch betrachtet bedeutet es aber:
Der Spatz (= Symbol für die kleine materielle handfeste Sicherheit) in der Hand ist vielen
Menschen lieber als die Taube (= Symbol für Liebe, Heiliger Geist Glaube und Vertrauen) auf
dem Dach!
Aber erst durch das Loslassen (Schritt auf WP+) der scheinbaren materiellen Sicherheiten
(Spatz) hat der Mensch überhaupt erst die Möglichkeit, etwas Höherem Vertrauen (Taube /
Himmel) zu schenken! ☺
 
 
Durch Loslassen von seinem Wollen und „der Vorstellung, wie es zu sein hat“, gelangt
man von jedem der drei Felder (WP-, MA -, MA+) auf das WP+ Feld. 
Dabei ist das Loslassen des einseitigen Standpunktes der Persönlichkeit, wie ein
Opfer, welches vom Menschen erbracht werden muss, bevor sich eine festgefahrene
Situation auflösen kann!
 
Loslassen ist das Zauberwort, die Kraft der Magie, die unberechenbare (= nicht mit der
normalen Logik vorauszuberechnende) Veränderungen bringt! ☺
Durch Loslassen gelangt man auch ins Männlich-Passive (MP) Feld (der heiligen Mitte)
bzw. bleibt in diesem bestehen!
Das Loslassen von seinem Standpunkt, um in die Mitte zu kommen, bedeutet
gleichzeitig, sich zu öffnen und mit seiner Weiblichkeit beide bzw. alle Möglichkeiten,
die sich aus einem Problem/Dilemma ergeben könnten, anzunehmen bzw. zu lieben.
Loslassen bedeutet nicht, den Standpunkt der Persönlichkeit fallen zu lassen und für
falsch zu erklären, sondern ihn mit anderen Perspektiven und Sichtweisen zu ergänzen
und ihm somit lediglich seine alleinige Vormachtstellung abzusprechen! 
 
Durch Loslassen wird der Mensch vollständiger! ☺☺☺☺
 
Die Schöpfung GOTTES kann dem Menschen nur dann etwas Neues und Schöneres
schenken, was ihn auf seinem Weg zum wirklichen Menschen weiterbringt, wenn er das
Alte freiwillig (WP+) loslässt und seine Hände symbolisch offen sind, damit etwas Neues
hineingelegt werden kann!
 
 
 
Die geöffnete Hand, als
Symbol des Loslassens!
 
 
a. Aktives Loslassen:
 
Der Entschluss, von etwas loszulassen, ist der erste Schritt. Aber bis zum Ziel, von etwas
wirklich losgelassen zu haben, kann es ein sehr langer Weg sein!
 
Ein aktives Loslassen  („ich will jetzt loslassen“), um in die Ruhe und Zufriedenheit zu
kommen (WP+ oder MP Feld), ist so einfach nicht möglich. 
 
(Anmerk. d. Verf.: Versuchen Sie mal, jetzt nicht mehr an ihre Probleme zu denken und warten ab, wie
lange es dauert, bis sie wieder in ihrem Kopf auftauchen! Z.B. „Ich will nicht mehr an meine Schulden
denken!“ Wenn es so einfach funktionieren würde, dann würde bei dem ganzen Spiel des Lebens doch glatt
die Spannung fehlen! ☺)
 
Man landet meist eingehüllt in einer oberflächlichen Selbsttäuschung auf dem WP- Feld
und wartet und wartet, bis man ent-täuscht behauptet: „Ich habe doch losgelassen, warum
taucht denn das Thema immer wieder auf! Das funktioniert alles nicht!“ 
( Das Wort „ent-täuscht“ bedeutet eine neue Chance zu bekommen und klarer zu sehen, denn die
Täuschung ist ja verschwunden) ☺
 
Loslassen geschieht wie von selbst. Man muss sich nicht zwingen. Es passiert
automatisch, mit der geistigen Reife eines Menschen! 
Jeder Mensch sollte daher das ausleben, was er noch glaubt, unbedingt ausleben zu
müssen. Sich etwas zu verkneifen und versuchen „loszulassen“, weil man glaubt, man
wäre schon weiter als man in Wirklichkeit ist, bedeutet sich selbst betrügen. 
Mit dem Ausleben wird auch das Loslassen leichter möglich („Ich habe es ja erlebt.“) 
 
Eine elegante Möglichkeit, sich auf das Loslassen aktiver vorzubereiten, wäre die Frage,
ob man sich vorstellen könnte davon loszulassen und sich dann einfach in das Gefühl
hineinzubegeben. 
Jetzt kann man spielerisch im eigenen Geist damit umgehen und sich selbst prüfen, in wie
weit das Loslassen von diesem oder jenem noch ein Problem darstellt.
 
 
b. Je eher man loslässt, desto entspannter ist es:
 
Ein „Nicht-Loslassen-Wollen“ oder „Nicht-Nachgeben-Können“ bindet den Menschen
immer wieder an das Kampffeld (MA-). 
Je länger und intensiver ein Streit zwischen zwei rivalisierenden Männchen (MA-) dauert,
desto mehr Spannung und Energie kostet er. 
Es wird daher mit der Zeit immer schwieriger mit der Sichtweise des Kontrahenten
einverstanden zu sein (WP+ Feld), weil das Ego, durch den Streit angestachelt, immer
rasanter wird. Es kann sich sehr schnell ein festgefahrener, negativer Kreislauf
entwickeln, in dem der Mensch gefangen ist, wie die Fliege im Spinnennetz. 
 
Viele Familien-, Nachbarschafts- oder Arbeitskollegenstreits ziehen sich aufgrund der
geringen Fluchtmöglichkeit (Revierteilung) lange hin und können sehr intensiv sein. Es
kann sich dadurch viel Konfliktmasse aufstauen, die der Mensch ständig mit sich herum
schleppen muss.
Manchmal wird der Wechsel auf WP+ bei einem Streit erst durch eine Krankheit oder ein
„Unglück“ begünstigt, weil man dadurch die Unwichtigkeit und Sinnlosigkeit in dem
Konflikt einsehen kann.
 
Es gilt daher grundsätzlich: „Währet den Anfängen!“ 
„Sei dir schon am Anfang eines Streits bewusst, wo dies hinführen könnte!“
 
Je eher man loslässt von seiner Einseitigkeit und versucht die Position des anderen 
ehrlich anzunehmen und zu verstehen (WP+), desto weniger Konfliktmasse hat sich
aufgebaut und desto flexibler ist der Mensch noch.
 
 
 
c. Es ist die Bestimmung des Menschen loslassen zu lernen:
 
„Durch Loslassen kann nichts  verloren gehen, es kann nur wieder zurückfallen!“
 
Je mehr Besitz und Reichtum (Familie, Geld, Wissen, Dinge, etc.) ein Mensch bekommt und
erlangt hat, desto schwieriger wird es für ihn, am Ende alles freiwillig (geistig)
loszulassen (WP+) und desto mehr  Kraft und Liebe braucht es dafür!
 
Je weniger Besitz und Reichtum ein Mensch hat, desto leichter ist es für ihn, alles am
Ende freiwillig (geistig) loszulassen (WP+)!
 
So hat alles seine Vor- und Nachteile und unterm Strich geht alles auf! ☺
 
 
Der Mensch muss am Ende sowieso alles loslassen:
 
Solange ein Mensch noch den Materialismus (=  der Glaube: „die Welt ist außerhalb und getrennt
von mir“) als seine Grundreligion in sich trägt und glaubt, alles ist getrennt von ihm und
irgendwann wird er einmal sterben müssen, dann schreibt er sich selbst vor, dass er
irgendwann alles verlieren wird (sein Haus, seinen Besitz, seine Familie, alle Menschen die er kennt,
seinen Job und zu guter letzt auch seinen fleischlichen Körper). Wenn nicht schon zu Lebzeiten,
dann spätestens mit dem Tod, wird sich alles für ihn auflösen. 
Er wird alles, was er glaubt zu besitzen irgendwann verlieren!
 
Die entscheidende Frage ist nur: 
Lässt er alles freiwillig (WP+) oder unter Zwang (WP-) los?
 
Die Antwort auf diese Frage entscheidet, was danach kommt, der eigene Himmel oder die
eigene Hölle (= Samsara, der ewige Kreislauf in dem er sich selbst gefangen hält! )!
 
Ein freiwilliges Loslassen bedeutet nicht, dass alles gleich weg ist, oder dass man etwas
von sich stoßen muss (wegwerfen!). Es langt, wenn man innerlich wahrhaftig losgelassen
hat! Solange es noch da ist, kann man damit „spielen“, aber wenn es sich wieder auflöst,
gibt man es ohne mit der Wimper zu zucken her, weil man weiß, wenn man die
Schöpfung verstanden hat, dass man danach etwas noch schöneres bekommt. ☺