Von den vier Grundkräften auf der Verhaltensschablone ist die
wahrhaftige Weiblichkeit (WP+) die höchste und stärkste Kraft
von allen vieren. Nur Menschen mit viel Weisheit und Liebe
in sich, können auf dieses Feld wechseln, wenn ihre
Männlichkeit angegriffen wird.
Der Spruch „Der Klügere / Weisere gibt nach“ ist die symbolische Beschreibung des
Weges vom MA- zum WP+ Feld, denn der Gang in das WP+ Feld ist der schwierigere
Schritt, der mehr Weisheit und Klugheit verlangt.
Hier muss vom Ego (symbolisch für „das wilde, tierische Wollen und Geltungsbedürfnis im
Menschen“) immer zuerst ein Stück aufgegeben werden, bevor man die Frucht der Liebe
kosten darf!
Anders ausgedrückt, muss der Mensch bei diesem Schritt nach WP+, immer zuerst
in Vorleistung gehen, bevor er die „Früchte der Harmonie und der Seelenruhe“
ernten darf!
Es ist die symbolische Opferung des Tieres auf dem Altar in den verschiedenen
Religionen!
Mit jedem Schritt in die Hingabe und in das Einverstandensein muss der Mensch ein
Teil seines Wollens (Ego) opfern.
Um sich freiwillig ins weiblich passive Feld zu begeben, muss er loslassen von der
Vorstellung, wie es zu laufen hat (MA+) und sich dem hingeben, was ist.
Es gibt kein „mein“ und „ich-will“ auf dem WP+ Feld!
Für einen Mensch, der auf WP+ sitzt, ist Eifersucht, Neid und Konkurrenzdenken so weit weg, wie
zwischen zwei Zuhörern bei einem Vortrag, die untereinander keinerlei Eifersucht und Neid
gegenseitig hegen, nur weil beide gleichzeitig dem dominanten Männchen (dem Redner) zuhören!
Auf WP+ können immer mehrere Weibchen einem Männchen ohne Streit, Reibereien
und Spannungen Liebe und Aufmerksamkeit schenken!
Sie sind in der Regel völlig „selbstvergessen“!
Die wirkliche Heiligkeit entsteht, wenn die Weiblichkeit des Menschen so groß ist, das
sie immer das, was jetzt ist, wirklich annehmen und gutheißen kann!
Der Macho-Mann oder auch die Macho-Frau tragen in sich den Illusionsglaube, dass
ein Mensch, der nicht der Bestimmer (MA+) sein möchte und sich hingibt, anstatt zu
kämpfen (MA-), schnell als „Frauchen“, „Trude hinterm Herd“, „Weichei“,
„Waschlappen“, „Warmduscher“ usw. betrachtet wird.
Sie verstehen noch nicht (verstehen ist ja WP+ ☺), dass dies die qualitativ höhere Position
ist. Das scheinbar Schwächere ist in Wirklichkeit das Stärkere.
LIEBE ist die stärkste Kraft!
Es ist die Substanz des Universums!
(Anmerk. d. Verf.: Das ist kein „esoterisches Geschwätz“, sondern das, was wirklich ist! Es ist aber hier
immer die Rede von der hohen göttlichen LIEBE, der Verbundenheit mit allem und nicht von dem
kleinen Ego-Klebstoff, namens ́Liebelei ́. ☺)
Das Männliche ist vom Weiblichen abhängig. Das Weibliche bestimmt, ob Energie/
Synergie fließt (WP+) oder nicht (WP-).
Vom WP+ Feld aus kann entschieden werden, welches Männchen in das MA+ Feld
eintreten darf und damit wahrhaftiger Herrscher mit Autorität wird.
Alle andern rivalisierenden Männchen müssen das Feld verlassen (es kann immer nur
einen wirklichen Bestimmer des Jetzt geben), entweder sie verziehen sich auf das WP- Feld
( „ich warte auf eine andere Gelegenheit ihn zu stürzen und solange tu ich nur so, als ob ich ihn
akzeptiere“) , oder sie gehen ebenfalls als „gute Verlierer“ in das WP+ Feld („ich erkenne
den anderen als Herrscher an und bilde ebenfalls ein weibliches positives Gegenüber“).
Das Weibliche im WP+ Feld hat die Macht letztendlich den männlichen König zu
krönen. Sie bestimmt, wem sie dient!
(Ein wirklicher Diener allerdings dient immer dem Hier und Jetzt.)
Wenn zum Beispiel zwei von drei Menschen sich streiten, wer seinen Standpunkt
zuerst darlegen darf, ist es immer der Dritte, der entscheidet, wem er als erstes zuhört
und seine Aufmerksamkeit widmet.
Hier gilt auch das Sprichwort: „Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte“, weil
genau dieser Dritte dann indirekt entscheiden darf, wer der Gewinner wird.
Die wirkliche weibliche Kraft und Liebe auf WP+ kann nicht zurückgewiesen werden,
nur eine z.B. aktive Hilfe und Fürsorge im MA-/+ Feld kann eine Nichtakzeptanz
erfahren (da Akzeptanz immer Weiblich ist. Und das Weibchen sich nicht selbst nicht akzeptieren
kann, denn sonst wäre es ein Männchen).
Die Liebe, die Angst hat, zurückgewiesen zu werden, ist die männliche kleinere Liebe.
Hier befindet sich der Mensch noch auf dem Kampffeld (MA-) und weiß nicht recht,
ob er es auf das MA+ Feld schafft, um wahrhaftig vom Weibchen akzeptiert zu
werden.