Der Schoepfungsschluessel


II. Weiblich-Passive Negatives Feld  (WP-) :
 
Mond - ☵
 
Auf diesem Feld wird nur die scheinbare Weiblichkeit gelebt!
Die Person wird durch Zwang und Druck auf die Weiblich-Passive Seite gedrängt. Sie gibt
sich äußerlich nur scheinbar einverstanden und annehmend, unter der Oberfläche jedoch
brodelt das Nichteinverstandensein. 
Es baut sich ein innerer Widerstand bezüglich des aktuell dominierenden Männchens auf und
somit ist kein Energie/Synergiefluss möglich. Die Entwicklung stagniert und die innere
Spannung wächst.
Eigentlich sitzt hier ein aus dem MA Feld vertriebenes Männchen, was jetzt in die weibliche
Rolle gedrängt wird, weil es sich nicht durchsetzen konnte oder wollte. 
Es ist der Wolf im Schafspelz, ein Mann im Frauenkleid (Transvestit), der nur auf die
Gelegenheit wartet, das herrschende Männchen im MA+ Feld wieder anzugreifen und wenn
möglich, zu stürzen. 
Er verhält sich nur ruhig, um „Munition zu sammeln“ und die richtige Gelegenheit
abzuwarten, bis er über das MA- Feld  angreifen kann.  
 
 
Folgende Aspekte und Merkmale können bei einem Menschen auf diesem Feld auftreten:
 
Er/ Er ist... gekränkt, beleidigt, in seiner Ehre (als Männchen) verletzt, handelt aus Trotz oder
„handelt nach Vorschrift“, passiv-aggressiv, nimmt nur unter Protest an, hat das
Gefühl des Unterdrücktwerdens, fühlt sich betrogen und hintergangen, ist nur aufgrund
Kaufmannsdenken oder Gewinnsucht einverstanden,...
In ihm... steigt das Manipulations- und Anschwärzpotential (welches er dann bei der nächst besten
Gelegenheit offenbart, um auf das MA+ Feld zu gelangen), 
...wächst das Umsturz- und Revolutionspotential,
...kann Frustration, Trotz, Depressionen, Angst, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit
auftreten.


Dem Weibchen auf WP- kostet der innere Kampf, Zwang und Druck viel eigene Energie. 
Je länger die Aufenthaltsphase, desto mehr Energie wird verbraucht. Außerdem kann durch
die disharmonische Partnerschaft mit dem Männchen auf MA+, aufgrund der inneren
Blockade des Weibchens, zu allem Leiden auch keine Synergie zur Unterstützung fließen.
 
Die Person auf diesem Feld ist ein ruhiger stiller Typus, der aber jederzeit in die Luft gehen 
kann, um dann mit aller Kraft seine unterdrückte Männlichkeit zu beweisen. 
(Vgl. wie bei einen Vulkanausbruch: es brodelt schon lange, obwohl es von außen aussieht, als sei alles 
friedlich, doch eines Tages, plötzlich explodiert der Vulkan! 
kleiner Tipp am Rande: 
Lieber vorher versuchen Dampf auf dem MA- Feld ablassen, bevor der Druck zu stark wird!)
 
Hier lädt sich die Energie bzw. die innere (An-)Spannung auf und staut sich („bis das Maß voll
ist“), um dann im Kampf-Feld, dem MA- Sektor, zu explodieren! 
 
Das Männchen wundert sich dann, warum das Weibchen, das seine Dominanz ja scheinbar
akzeptiert hat (er glaubte sie wäre im WP+ Feld), jetzt so urplötzlich verrückt spielt und oftmals
wegen „so einer Kleinigkeit, so einen Aufstand macht“ (meist ist es dann äußerlich nur ein kleiner
Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, oder ein Funke, der alles zur Explosion bringt☺).
 
Durch z.B. unterdrücktem Neid, Eifersucht und Missgunst kann sich schnell eine starke innere
unangenehme Spannung aufbauen, die sich dann in einem Streit, im MA- Feld, entlädt (zum
Leidwesen des aktuell dominierenden Männchens auf MA+).
 
In diesem Sektor schlummert Verwandlungspotential / Mutationspotential vom äußerlich 
harmlosen scheinbar einverstandenen Menschen (scheinbar WP+) zum plötzlich aggressiven,
tierischen, Angst einflössenden Ungeheuer (z.B.: „Werwolf – bei Vollmondschein wird er verwandelt“
oder „Dr. Jackle und Mr. Hyde“, „der grüne Hulk“,...). 
Die Offenbarung geschieht dann auf dem MA- Feld.
 
WP- ist hier der Ort aller inneren Konflikte. Es staut sich Ärger, Angst und Frust, sowie ein
Nicht-Verstanden-Werden und auch ein Nicht-Verstehen-Wollen, an, was bei der nächst
besten Gelegenheit zu einem Kampf auf dem MA- Feld führt. 
 
Ebenfalls befinden sich in diesem Feld meist auch sämtliche Alkohol-, Drogen- oder sonstige
Abhängige. 
Die innere (An-)Spannung, der innere Druck und der Zwang „einverstanden sein zu müssen“,
kann durch Drogen teilweise kompensiert werden, da es möglich ist, im Rausch künstlich auf
das WP+ Feld zu gelangen und dadurch Harmonie und Zufriedenheit zu erleben, jedoch nach
dem Trip, in der Ernüchterungsphase wacht der Süchtige wieder im WP- Feld auf  und hat
jetzt auch noch die Probleme rund um die Drogen am Hals (nicht unbedingt empfehlenswert).
 
Auf diesem Feld entsteht das Potential für fast alle Krankheiten!
 
Hier liegen die sogenannten „Leichen eines Menschen begraben“ (= unterdrückte und unerlöste
 Feindbilder). 
Außerdem sind Schuldgefühle und schlechtes Gewissen ein Indikator für WP-. 
Der Mensch ist mit diesen Gedankenkomplexen noch nicht einverstanden und versucht sich
mit diesen negativen schuldbeladenen Gefühlsmustern noch im nachhinein zu bestrafen. 
Er hat diese Geschichten noch nicht „erliebt“(= erlöst durch Liebe).
 
Das WP- Feld ist der Ort, wo alles Unerlöste und alle Feindbilder geduldig warten, bis sie
wieder an der Reihe sind, als dominierendes Männchen in Erscheinung treten zu dürfen, damit
der Mensch von neuem die Gelegenheit bekommt, sie zu erlieben. 
Man könnte vereinfacht sagen, dass alles, was nicht angenommen wird (WP+) und nur durch
einen Kampf (MA-) besiegt worden ist, auf WP- auswandert und dort „gespeichert“ wird, bis
es sich wieder manifestieren darf (der innere Schrei:„Warum wird mir immer wieder dieselbe Scheiße
vorgesetzt?“ ertönt dann durch die Persönlichkeit).
Man könnte das WP- Feld auch als das Schicksalsfeld  oder Karmafeld bezeichnen, denn
hieraus treten vom Menschen ganz unerwartet, plötzlich lang aufgestaute Ereignisse in sein
Leben hinein.
Alle noch nicht akzeptierten einseitigen Sichtweisen warten hier, um mit der Gegenseite zu
einer höheren Synthese zu gelangen.
Alles gegen was der Mensch ankämpft und was er militant ablehnt, landet in diesem Feld und
kommt irgendwann wieder auf ihn zurück.
 
Ein weiteres Anzeichen dafür, dass der Mensch eher auf dem WP- Feld als auf dem WP+
Feld sitzt, sind Sorgen und Bedenken bezüglich des herrschenden Männchens im MA+ Feld
(Gedanken wie: „Ob der das auch gut macht?“, „Ist das alles wirklich richtig?“ etc.).
 

Auch Misstrauen, Kontrollzwang und Überprüfungen lassen den Menschen hier Platz nehmen
(das getarnte Männchen im WP- ist jederzeit bereit, den Rivalen im MA+ Feld zu stürzen bzw. anzugreifen, um
im Extremfall das befehlshabende Männchen abzulösen. Es ist zum Beispiel der Vorgesetzte, der ständig über
die Schulter des Mitarbeiters schaut, ob dieser auch alles richtig macht und bei Gelegenheit sofort eingreift.).
 
Auf WP- ist die Person in der Lauerstellung und wartet auf die Gelegenheit zu- oder
zurückzuschlagen, um das Revier wieder zu erobern, bis dahin macht sie „gute Mine zum
bösen Spiel (aus ihrer Sicht)“. Ihr Wunsch ist es „nur“, auch recht zu bekommen und
ebenfalls akzeptiert zu werden.
 
Auch Gähnen und Langeweile sind bezeichnend für diese Position und sind ein Hinweis, dass
das Männchen auf MA+ nicht mehr die Attraktivität und Anerkennung besitzt ( oft bei
Vorträgen oder in der Schule: Schüler / Menschen wandern schnell nach MA- auf Konfrontation mit dem
herrschenden Männchen, dem Lehrer und stören den Unterricht, um dem Druck der Langeweile zu entkommen.)
Es wird durch eine disharmonische Konstellation MA+ (Redner/Lehrer) und WP-
(Zuhörer/Schüler) viel Energie gebunden bzw. abgezogen.
 
Eine ganz wichtige und gefährliche Illusion verbirgt sich ebenfalls an diesem Ort: 
die Selbstlüge und die Selbsttäuschung!
 
(„Da stehe ich drüber“, „das macht mir nichts“, „nein, ich bin deswegen doch nicht beleidigt“, „ich bin doch
einverstanden, ... aber warum ist das Problem denn immer noch da?“)
Der Mensch und gerade der „spirituell-weit-sein-wollende“ Mensch macht sich gerne größer
und glaubt sich weiter, als er in Wirklichkeit ist. 
Er erkennt nicht, dass seine Liebesfähigkeit (WP+) noch gar nicht so groß ist und muss dann
zwangsläufig vom Schicksal erst schwer ent-täuscht werden, damit dieser Schleier der
Selbstlüge fallen kann. 
 
Die „Ablehnung des Männchens“ ist das großes Thema auf diesem Feld. 
Sie kann dann im positiven Fall zum Loslassen einer vorher vielleicht zu starken
Abhängigkeit, oder Einseitigkeit führen. 
Auf  WP+ wird „das Lieben“ gelebt, während auf WP- „das Loslassen“ stattfindet. 
Beides benötigt einander, um letztendlich wieder heilig zu werden.
 
Die symbolische Orientierung von WP- lautet: Innen-Außen.
Es wird geschluckt, aber statt verdaut zu werden, wird es bei der nächsten Gelegenheit wieder
ausgekotzt☺.
 
In der Astrologie symbolisiert diese Seite den negativen Mond (abgründig, ängstlich,
verschlagen, das dunkle Mütterliche, die Gespaltenheit).
Im I Ging stellt es Kan ☵ dar (abgründig, gefährlich, tief, Angst, geheimnisvoll).
 
Archetypenbeispiele:
 
Dirne, Hure, Prostituierte, die dunkle Mutter, Sklave, Untertan, Gefangener,
Unterdrückter, Abhängiger, Vertriebener aus der Männlich-Aktiven Seite (Zweitwolf),
Spion ( nach außen treu , aber nach innen ein Verräter), psychisch kranker Mensch (äußerlich
scheint alles in Ordnung zu sein – sie scheinen einverstanden zu sein, aber innerlich brodelt es, bis das
Fass überläuft), Schmarotzer, Schleimer, Schmeichler, Betrüger, heimlicher Dieb,
Parasit, „Arschkriecher“, Denunziant, Betrogener, Verräter (Judas-Platz), in den
Märchen als schöne junge liebliche Frau verkleidete böse Hexe, Ort des unerlöste
Schicksals, ...
 
 
Quintessenz:  „Ich will nicht das, was jetzt IST“ 
(das was IST, ist im Ideal immer im MA+ Feld anzusiedeln bzw. vorgegeben, wahrgenommen
wird es allerdings im WA Feld)
 
Es ist das Feld aller inneren Konflikte, auf dem ein Krankwerdeprozess in Gang gesetzt
wird, solange der Mensch in diesem Zustand verweilt!
 
Die Ausnahme ist der Fall, in dem der Mensch auf WP- Platz nimmt, um loszulassen, von
seiner Vorstellung, wie etwas sein soll, d.h. er beginnt damit, seine einseitige
Wunschvorstellung abzulehnen, um damit wieder ins Hier und Jetzt, in die Ruhe zu kommen.