5. Zwei Wege führen zum Ziel:
Der Mensch hat zwei extreme Wege zur Verfügung, um sein Ziel zu erreichen. Zwischen
diesen zwei Wegen gibt es unendlich viele Pfade zum „Ziel“, die eine Mischung aus den
beiden Grundrichtungen sind, hier aber vernachlässig werden, weil sie sich aus den zwei
extremen Polen errechnen lassen.
Es ist in erster Linie gleichgültig, ob es sich um ein kleines Zielchen, oder um das „Große
Ziel“ der wirklichen Menschwerdung (Erleuchtung), handelt.
Am anschaulichsten ist die Darstellung der zwei extremen Wege, bzw. den daraus
resultierenden unendlichen Zwischenwegen, an einer Kugel zu erkennen:

1. Weg: Erst muss man mit Kraft und Energie den Weg zur Spitze der Kugel
erklimmen, und kann sich dann fallen lassen, wobei man dabei aufpassen muss,
dass man nicht, aufgrund der höheren Energie an der Spitze, über das Ziel hinaus
schießt! Das bedeutet, dass der Mensch auch oft noch Energie ins Bremsen
investieren muss, um optimal im Ziel anzukommen!
Es ist der Weg über das männlich dominante Feld (MA). Hier wird gekämpft und
muss sich behauptet werden. Das „ich“ kämpft sich erst den Weg, unter viel
Energieaufwand, nach oben an die Spitze, dem höchsten Punkt (MA- MA+),
um sich dann ins Ziel fallen zu lassen, da man ja jetzt der Bestimmer ist und sagen
kann, wo es lang geht. Man hat sich schließlich gegenüber allen anderen
durchgesetzt und ist am Zenit angelangt! Jetzt geschieht, was „ich will“!
Es ist ein sehr stressiger, anstrengender und schwieriger Weg, um ans Ziel zu
gelangen!
2. Weg: Durch Loslassen, Vertrauen und Hingabe fällt der Mensch erst mal
scheinbar nach unten ins Nichts und verliert alles „ich will“ und all seinen „Ich-
Stolz“. Dadurch wird so viel Energie frei, dass es ihn über den untersten Nullpunkt
hinweg trägt und ihn Punkt genau auf das Ziel katapultiert, ohne den kleinsten
Energie und Kraftaufwand! Es ist nur das Loslassen vom Ego, was soviel Energie
freisetzen kann, dass man mühelos ins Ziel kommt!
Es ist der Weg über das weiblich passive Feld (WP+)!
Er ist der leichtere, entspanntere und einfachere Weg, der zwar am Anfang als
Initialzündung etwas Unlogisches fordert, nämlich von seinem einprogrammierten
Ego-Willen loszulassen, aber danach um ein Vielfaches bereichert!
In der Welt sieht man lediglich offensichtlich eher den ersten Weg, den Weg des
Kampfes und der Durchsetzung. Man erzählt von den Helden, die es „geschafft
haben“, mit ihrem Willen die Welt zu bestimmen, oder zu verändern.
Ihr Ego wird bewundert und es wird versucht sie zu imitieren und ihnen nachzueifern.
Sie sind die oberflächlichen Stars der (Schein-)Welt.
Der zweite Weg dagegen bleibt eher unsichtbar im Hintergrund verborgen! Er ist der
„Geheimtipp“, der Hintereingang nach Backstage, der nur von weisen und reifen
Menschen mit einem Lächeln im Gesicht gegangen wird.
Was ist das Ziel?
Glückseligkeit! Seelenfrieden! Harmonie! Glücklichsein! Wunschlos glücklich
sein!
Das bedeutet mit dem „Hier und Jetzt“ völlig zufrieden zu sein.
Also ist das eigentliche Ziel mit dem, was „Hier und Jetzt“ ist, zufrieden zu sein!
Diese zwei, oben beschriebenen Wege führen den Menschen in diese Zufriedenheit
mit dem „Hier und Jetzt“!
Ich kann, entweder das „Jetzt“ schon so annehmen, wie es ist und einverstanden sein
(WP+), oder ich kann erst mal kämpfen, um meine Vorstellung von dem, was sein
sollte, durchzusetzen (MA- MA+: z.B. erst brauche ich: das neue Auto, den Job, eine
Frau, Kinder, Ferien, den Weltfrieden, dass alle Menschen glücklich sind, ...), damit ich
endlich glücklich und zufrieden sein kann.
In beiden Fällen wartet am Ende das gleiche Gefühl am Ziel!
Zufriedenheit! Seelenfrieden! Glückseligkeit! ☺
Das Ego verführt immer zum 1. Weg, während die höhere Liebe immer den 2. Weg
wählen würde.